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  • 01.02.2019 13:08 Alter: 317 days

    Erkrankung mit Folgen


    Im Dezember 2018 erkrankte unsere Velvet schwer. Sie zeigte kreuzverschlagähnliche Symptome und war nicht dazu in der Lage selbstständig aufzustehen sobald sie lag. Die sofort abgenommene Blutprobe wies einen sehr deutlich erhöhten CK und AST Wert auf. Da beide Elterntiere und sie selbst keine PSSM1 Träger sind, lag aufgrund der Schwere der Krankheitszeichen der Verdacht nahe, dass Velvet an atypischer Weidemyopathie erkrankt sein könnte. Aber der Labortest auf den auslösenden Stoff in ihrem Blut verlief negativ.

    Für die Jährlingsstute stand es Spitz auf Knopf. Sieben Tage wurde rund um die Uhr infundiert. Erst nach drei Wochen konnte sie wieder ohne Hilfe aufstehen. In der Zeit verlor sie nicht nur massiv Gewicht sondern vor allem den Großteil ihrer gesamten Oberlinienmuskulatur. Da im Blut und im Urin ein großer Eiweißverlust nachgewiesen werden konnte, stellten wir die Fütterung auf sehr eiweißreiche Nahrung um. Hiermit begann der Wiederaufbau von Velvets Muskulatur. In der Zwischenzeit meldete sich Laboklin, das Labor, das unsere gesamten Blutbilder ausgewertet hatte, bei unserer Tierärztin, und bat darum aus Interesse einen 2018 eingeführten Gentest auf eine Genmutation, die IMM = immune mediated myositis heißt und auf dem MYH1 Gen liegt, durchführen zu dürfen. Das Ergebnis lautete MYH/MYH und somit reinerbig auf dieses mutierte Gen.

    Mittlerweile war auch Velvets Mutter erkrankt. Bei ihr verlief die Erkrankung ohne schwere Symptomatik, sie verlor ebenfalls die gesamte Oberlininemuskulatur. Aber leider, baut Kim trotz entsprechender Fütterung und Therapie nicht wieder auf. Augenscheinlich spielt das Alter der betroffenen Pferde eine enorme Rolle dabei, wie schnell und gut sie sich erholen.

    Da wir zwei betroffene Pferde haben, steht für uns fest, dass wir mit Genträgern nicht weiter züchten wollen. Wir haben Velvet durch die Erkrankung fast verloren und der Anblick von Kim schmerzt jeden Tag.

    Genauere Informationen zu diesem Gendefekt findet Ihr hier

    Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unserer Tierärztin bedanken, ohne deren Engagement hätte Velvet wohl kaum überlebt!